Tipps für eine gender-neutrale Erziehung

Überholte Gender-Normen grenzen Kinder in ihrer Entwicklung ein. Viele Eltern wollen ihre Kinder deswegen gender-neutral erziehen. Da unsere Welt geprägt ist von Geschlechterstereotypen, ist diese Aufgabe eine Herausforderung. Mit diesen Tipps möchten wir Dich unterstützen und Dir Mut geben. Es lohnt sich!

1️⃣ Bildung

Wir haben unter dem Punkt → „Geschlechterstereotype alles für Eltern Wissenswerte für Dich zusammengefasst, sodass Du Dir einen schnellen und trotzdem tiefen Überblick verschaffen kannst. Du lernst, on und in welchem Ausmaß Geschlechtsunterschiede tatsächlich existieren und inwieweit diese angeboren oder sozialisiert (vom Umfeld gelernt) sind. Wenn Du diese Fakten neu lernst, beginnst Du automatisch den Prozess, Deine Stereotype abzubauen.

2️⃣ Selbstreflexion

Einmal aufgebaute Stereotype sind hartnäckig und mit dem Lesen beginnt ein Prozess des Lernens und Hinterfragens. Teste Dich selbst: „Hätte meine Reaktion bei meiner Tochter/ meinem Sohn genauso ausgesehen?“ und wenn nicht, sprich es Deinem Kind gegenüber offen an und korrigiere Dich selbst.

3️⃣  Suche Feedback

Mach Feedback zu etwas Positivem für Dein Kind und ermutige es, Dich zu hinterfragen und Dir Feedback zu geben. Ein Grundschullehrer beispielsweise, der in seinem Unterricht unbewusst Mädchen und Jungen unterschiedliche Kosenamen („mein Liebes“ für Mädchen und „Sir“ für Jungen) gab und sich das schwer abgewöhnen konnte, ließ die Kinder Sticker an eine Wand kleben, wenn sie ihn bei einem Kosenamen erwischten.

4️⃣ Gender-neutrale Sprache 

Wähle bewusst gender-neutrale Sprache, zum Beispiel „Dann muss eine Polizistin oder ein Polizist kommen“.

5️⃣ Gleiche Messlatte

Mach Dir bewusst, dass die anatomischen Unterschiede von Frau und Mann bei Kindern noch nicht vorhanden sind. Mädchen und Jungen unterscheiden sich im Mittel nicht in Körpergröße oder Muskelmasse. Deshalb solltest Du darauf achten, von Mädchen nicht weniger Leistung zu erwarten als von Jungen, oder sportliche Leistung bei ihnen anders zu bewerten. Kritisch wären beispielsweise Aussagen wie „Du kletterst aber gut für ein Mädchen“, da Du damit eine Unterscheidung vornimmst, die faktisch nicht vorhanden ist und dem Mädchen verständlich machst, dass gutes Klettern unweiblich ist.

Versuche zudem offen für die Interessen Deine Kindes zu sein. Gehe nicht von Interessen aus, nur weil Du sie kennst. Überlege Dir doch einfach mal bewusst, was Deine stereotypischen Erwartungen sind und probiere bewusst das Gegenteil mit Deinem Kind aus (Versuche fest daran zu glauben, dass es Deinem Kind Spaß machen wird, denn es wird abfärben).

6️⃣ Bleib kritisch

Jetzt sind wir beim nächsten Level Deiner „Stereotypen-Behandlung“. Wenn Dein Kind stereotypische Interessen zeigt, spricht das dafür, dass an diesem Stereotyp was dran ist. Es kann aber genauso gut sein, dass Dein Kind diese Vorliebe gelernt hat.

Kinder müssen erst lernen mit ihren Emotionen umzugehen. Sie haben keinen inneren Schutz vor der Manipulation des Marketings oder dem Drang, Teil einer Gruppe zu sein. Werbetreibende diktieren Kindern inzwischen durch die pink-und-blau Welt, was ihnen gefällt, was zu ihnen passt und welche Rolle ihnen zukommt. Selbst wenn Dein Kind keine Werbung sieht, lernt es von Gleichaltrigen.

Bleib kritisch und erwäge immer die Möglichkeit, dass Dein Kind keine natürlichen, sondern erlernte Interessen zeigt und ermutige es weiterhin, Alternativen auszuprobieren.

7️⃣ Kaufe Produkte nach dem „Job“, den sie zu erledigen haben

Es ist nicht immer leicht, dem Drang der Kinder entgegenzuhalten, selbst wenn man weiß, dass es zu ihrem Besten ist. Happy Jona hilft Dir, sinnvolle Produkte für Dein Kind zu finden. Wir filtern Produkte nach dem Job, den sie zu erledigen haben. Spielzeug kategorisieren wir beispielsweise nach „Kreativität fördern“, „Empathie lernen“, „Verbale Fähigkeiten verbessern“ und vielen weiteren Trainingskategorien. Damit wollen wir Dir helfen, bewusstere Kaufentscheidungen zu treffen. Denn desto bewusster der Entscheidungsprozess, umso weniger Einfluss haben unbewusste Vorbehalte.


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Die pink und blau Welt ist aus reinen Marketing-Gründen entstanden. Erfahre mehr »

Pink und blau Erziehung
Pink und blau Erziehung

Warum der Mindestbestellwert von 100 Euro?

Ab einem Warenkorb dieser Größenordnung verschickt der Großhändler die Ware direkt zu Dir nach Hause

1. Das ist nachhaltig, weil die Ware nicht 2x innerhalb Deutschlands versendet werden muss, sondern direkt vom Großhandel an den Kunden geschickt wird.

2. Happy Jona hat jetzt am Anfang mehr Kapazität für den Ausbau des Sortiments, weil Lagerung und Lieferung entfällt.

Danke für Dein Verständnis!