Genetik und Geschlecht

Zusammenfassung:
– „genetisch durchgesetzt“ haben sich Eigenschaften, die eine erfolgreiche Fortpflanzung gefördert haben
– Geschlechtschromosomen: XX = weiblich; XY = männlich

Themenüberblick:
Wie sich Gene durchsetzen
Das genetische Geschlecht

Wie sich Gene durchsetzen

Evolution beschäftigt sich also mit den Änderungen der Gene innerhalb einer Spezies über viele Generationen. Was genau meinen wir aber, wenn wir sagen etwas „hat sich genetisch durchgesetzt“? Es ist ja nicht so, dass die Natur Mindestanforderungen vorgibt und wer die nicht erfüllt, schafft es nicht, die eigenen Gene weiterzugeben. Wenn die Natur beispielsweise vorgeben würde, nur Individuen ohne Mundgeruch werden sich fortpflanzen können und alle anderen nicht, hätte unsere Spezies ein abruptes Ende gefunden, denn in der Pre-Zahnpasta-Zeit gab es wahrscheinlich niemanden ohne Mundgeruch.

Lass uns anders rangehen. Wir stellen die Hypothese auf, dass Männchen mit weniger Mundgeruch mehr Erfolg hatten bei den Ladys. Ausschlaggebend wäre dann nicht mein individueller Mundgeruch-Wert, sondern die Ausprägung bei mir im Vergleich zu anderen. Wenn Männchen mit weniger Mundgeruch mehr Fortpflanzungserfolg hatten als Männchen mit stärkerem Mundgeruch, ist in der nächsten Generation das “Gen für wenig Mundgeruch” bei einem deutlich größeren Anteil der Individuen vorzufinden. Mundgeruch war dann ein Selektionsmerkmal.

Wenn eine Erbanlage ein Merkmal (wenig Mundgeruch) begünstigt, das den Fortpflanzungserfolg steigert, wird diese Erbanlage mit höherer Wahrscheinlichkeit weitergegeben und tritt anteilig häufiger in den fortfolgenden Generationen auf. 

Das genetische Geschlecht 

Du kennst vermutlich die Geschlechtschromosomen:

XX – weiblich

XY – männlich

Bei Bildung der Keimzelle halbiert sich der Chromosomensatz. Die Eizelle ist immer vom Typ X, die Spermazelle kann X oder Y sein und ist entscheidend für das Geschlecht vom Baby (X – es wird ein Mädchen, Y – es wird ein Junge). 

Wir kennen zudem folgende Entwicklungen:

nur ein X → Turner-Syndrom

XXY oder XXX → solange ein Y enthalten ist, geht die Entwicklung in die männliche Richtung, sonst in die weibliche Richtung

Durch das doppelte X, haben weibliche Föten einen “Ersatzreifen” falls was nicht funktioniert. Männlichen Föten fehlt das. Sie müssen mit dem leben, was das eine X-Chromosom mitbringt. Auf dem recht großen X-Chromosom liegen “viele Enzyme und Strukturproteine verankert als genetische Sequenzen”3. Das führt auch dazu, dass bei Frauen Extreme seltener sind. Männer haben eine deutlich breitere Streubreite in Merkmalen wie Intelligenz4. Sowohl extreme Minder- als auch Hochbegabungen treten eher bei Männern auf.


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Hormone
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Quellen:

  1. Tanner, 1970
  2. wikipedia.org Abruf 13.07.2019
  3. deutschlandfunkkultur.de Abruf 13.07.2019
  4. Bischof-Köhler 2006, S. 178

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